Positionspapier zum Laizismus,

veröffentlicht bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung: RELIGION NUR PRIVATSACHE?DIE LINKE, DER LAIZISMUS UND DAS MENSCHENRECHTAUF RELIGIONSFREIHEIT, hier

Tarifeinheit per Gesetz? Ruft die Gewerkschaft GdL die Lokführer zum Streik auf, hat das weitreichende Folgen. Doch dass die Spartengewerkschaft nicht für alle Mitarbeiter der Bahn, sondern nur für einen Teil von ihnen kämpfen kann, ist ihr selbst ein Dorn im Auge. Schon bald könnte sie zu klein sein, um noch gültige Tarifverträge auszuhandeln. Das geplante Gesetz für Tarifeinheit privilegiert mitgliederstarke Gewerkschaften.
http://www.publik-forum.de/Politik-Gesellschaft/tarifeinheit-per-gesetz

Aufruf: Für eine Gesellschaft, der alle Kinder gleich wert sind

Es ist kaum zu glauben, aber im Wohlfahrtsstaat Deutschland lebt jedes fünfte Kind in Armut. Rund drei Millionen Kinder wachsen in Lebensbedingungen auf, die unterhalb des Existenzminimums liegen. Dieser Umstand hat langfristige Auswirkungen auf die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder. Sie haben keine Chance, sich selbst aus dieser Lage zu befreien. Hier nachzulesen

Kirche lobt Gewerkschaften 
Man muss in seiner Arbeit würdig leben können – und von der Arbeit auch: Mit dieser klaren Botschaft wendet sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in ihrer neuen Denkschrift an die Öffentlichkeit. Sie korrigiert damit wesentliche Punkte Ihre Unternehmer-Denkschrift von 2008. Der Slogan »Sozial ist, was Arbeit schafft« – lange Jahre Legitimation für den Niedriglohnsektor – wird scharf kritisiert. Mein Kommentar dazu auf http://www.publik-forum.de/Religion-Kirchen/kirche-lobt-gewerkschaften 

2016

So 30.10.2016 | 19:04 | Das Gespräch

Die Ökonomisierung des Lebens

Friederike Sittler im Gespräch mit dem Sozialethiker Franz Segbers

Kinderarmut darf es in Deutschland nicht geben. Das ist eine der sozialethischen Forderungen des Theologen Franz Segbers. Eine andere: Der Reichtum weniger Menschen muss nutzbar gemacht werden für den Wohlstand aller, also eine Vermögenssteuer erhoben werden.

Segbers argumentiert mit Bibel und Menschenrechten, kritisiert die Ökonomisierung des gesamten Lebens und erklärt, was die protestantische Arbeitsethik wirklich meint, nämlich die Gleichwertigkeit aller Arbeit. Zudem gibt er im Gespräch mit Friederike Sittler überraschende Einblicke in die Philippinen, wo er eine Gastprofessur hat.


DAS GESPRÄCH zum Reformationsjubiläum und der ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit".
hier zum Mithören: http://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/das_gespraech/archiv/20161030_1904.html

Neuerscheinung: Mai 2016



Wie Armut in Deutschland Menschenrechte verletzt

Franz Segbers

Menschenrechtsverletzungen in Deutschland? Was undenkbar scheint, belegt Franz Segbers in seinem Buch. Heißt es in Artikel 22 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: »Jeder Mensch hat als Mitglied der Gesellschaft Recht auf soziale Sicherheit«, so steht die wachsende Armut in Deutschland dem entgegen. Es wird Zeit, Denken und Praxis zu ändern.



Publik-Forum-Verlag Oberursel

NEUERSCHEINUNG: Mai 2015

Franz Segbers, Ökonomie, die dem Leben dient. Die Menschenrechte als Grundlage einer christlichen Wirtschaftsethik. Kevelaer / Neukirchen-Vluyn 2015

"Diese Wirtschaft tötet." Franz Segbers nimmt in seinem Neuentwurf einer theologischen Wirtschaftsethik diesen Satz des Papstes ernst. Konsequent wählt er die sozialen Menschenrechte - die entscheidende zivilisatorische Errungenschaft des 20. Jahrhunderts und eine Lehre aus der Weltwirtschaftskrise vor dem Zweiten Weltkrieg - zum systematischen Ausgangspunkt. Die modernen Menschenrechte sind aber ohne ihren biblischen Wurzelgrund gar nicht zu denken! Segbers entwickelt deshalb eine "Ethik des Lebens", die biblisch und theologisch argumentiert und gleichzeitig eine gemeinsame Gesprächsbasis mit Nichtglaubenden bietet. Eine unverzichtbare theoretische Grundlage für alle sozial und ökologisch Engagierten.

 

Rezensionen:

1. Herder-Korrespondenz: hier

2. Arbeit und Recht: hier

3. Rezension von Ingo Pies in der Zeitschrift ORDO, hier http://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=40110&elem=2915439 oder hier

 - Briefwechsel im Anschluss an die Rezension von Ingo Pies, hier

4. Rezension in "Zeitzeichen": hier

Franz Segbers / Simon Wiesgickl (Hrsg.)

»Diese Wirtschaft tötet« (Papst Franziskus) Kirchen gemeinsam gegen Kapitalismus
Eine Veröffentlichung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
240 Seiten | In Kooperation mit Publik-Forum | EUR 16.80
ISBN 978-3-89965-656-5


Es gibt eine große Ökumene von Rom bis zu den anglikanischen, orthodoxen, evangelischen Kirchen: Mit dem derzeitigen kapitalistischen System, das weltweit dramatische Ungleichheiten produziert, kann es so nicht weitergehen. »Land, Arbeit, ein eigenes Heim – seltsam, wenn ich darüber spreche, ist der Papst für manche ein Kommunist.« Dies sagte Jorge Mario Bergoglio, besser bekannt als Papst Franziskus, im Rahmen eines Treffens mit dem links-gerichteten bolivianischen Präsidenten Evo Morales.

Ein Jahr zuvor ging der »Papst der Armen« in seinem ersten Lehrschreiben Evangelii Gaudium (»Freude des Evangeliums«) mit dem herrschenden kapitalistischen Wirtschaftssystem mit den klaren Worten »Die Wirtschaft tötet« ins Gericht und geißelte die »Globalisierung der Gleichgültigkeit«. Unterstützung bekam der Papst vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der im November 2013 zu einer »Ökonomie des Lebens« aufrief und eine »Wirtschaft im Dienst des Lebens« forderte.

Vor dem Hintergrund von Wachstums-zwängen, des Klimawandels und der weltweit sich verschärfenden wirtschaftlichen Ungleichheiten sind sich religiöse Traditionen trotz aller Verschiedenheiten einig in der Ablehnung von Habgier, Konsumismus und eines Menschenbildes, das nur auf Wettbewerb und Verdrängung setzt. Für eine »Ökonomie des Genugs« lassen sich buddhistische, muslimische, jüdische und christliche Begründungsfiguren finden.

In diesem Buch sind erstmals in deutscher Sprache die profiliertesten Autoren innerhalb dieser neuen weltweiten Ökumene versammelt: Autoren aus Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus sowie aus Europa, den USA, der Schweiz, Kuba, Südkorea und Brasilien. Sie markieren den breiten und hierzulande kaum bekannten weltweiten Konsens der Kirchen und Religionen über die tödlichen Triebkräfte des Kapitalismus.

Die erbärmliche Wirklichkeit? - Weltumstürzer Büchner
Er war alles in Einem: Forscher, Schriftsteller, Revolutionär. Seiner Zeit weit voraus und bis heute aktuell. Nach seinem frühen Tod haben viele versucht, ihn für sich und ihre Interessen zu instrumentalisieren. Er hat sich dagegen posthum immer tapfer gewehrt und ist bis heute uneinnehmbar geblieben ? ein freier Geist eben. Auf den immerhin kann sich jeder berufen, der sich 200 Jahre nach seiner Geburt mit Georg Büchner beschäftigt. Und damit mit Literatur, Wissenschaft ? und Revolution.  Quelle: © hr, 17.10.2013 Interview hier

Zum 200. Geburtstag Georg Büchners eine "Hessischer Landbote 2013", der Werbeflyer hier und der Text  hier:

Trotz Vollzeitjob immer mehr Hartz Iv Aufstocker, in: Bilanz am Mittag, Saarländischer Rundfunk, 8. Mai 2013, 00:08:34 bis 00:15:15; hier anhören

Gibt es den gerechten Lohn?  Die Schere geht immer weiter auseinander. Managergehälter steigen auch in der Krise rapide, die Löhne aber dümpeln dahin. Nach der Leiharbeit haben Unternehmen einen neuen Weg gefunden, Löhne auf ein noch niedrigeres Niveau zu drücken. Mit Werkverträgen kaufen sie nicht mehr Arbeitskräfte, sondern Dienstleistungen ein. Diese werden dann als Sachausgaben verbucht und entsprechend schlecht bezahlt. Die Gewerkschaften laufen Sturm gegen das Modell. Gäste: * Detlef Wetzel, zweiter Vorsitzender IG Metall * Prof. Dr. Kurt J. Lauk, Präsident Wirtschaftsrat der CDU * Dr. Franz Segbers, Theologe und Professor für Sozialethik an der Uni Marburg Moderation: Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche
Quelle: © hr hier: meinungsmacher, 18. 04. 2012
hier anschauen

Memorandum besorgter Wissenschaftler/-innen
In einem von Ulrich Thielemann initierten Memorandumg haben über einhundert Wissenschaftler/-innen unetr ihnen auch die theologischen Wirtschaftsethiker Bernhard Emunds (St. Georgen / Frankfurt), Matthias Möhring-Hesse (Tübingen) sowie Franz Segbers einen paradigmatischen Kurswechsel der Ökonomie gefordert, hier nachzulesen

17. Dezember 2011: Bankenkrise- Europa im Griff der Finanzoligarchie: hier nachlesen


Schuldenbremse

Frankfurter Arbeitskreis Armutsforschung: Menschenwürde, Teilhabe und die scheinbare Objektivität von Zahlen - zur Neuberechnung des SGB II-Regelsatzes (2011)

Lehrbrief Sozialstaat


hr2-kultur | Doppel-Kopf

Am Tisch mit Franz Segbers, „Soziales Gewissen“

Montag, 2. Mai 2011, 12:05 Uhr

Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, das sind für ihn keine Begriffe, die man der Logik des Marktes opfern kann. Der christliche Sozialethiker Franz Segbers kämpft seit Jahrzehnten für eine gerechte Welt und gegen eigennütziges Gewinnstreben, gegen Armut und Ausgrenzung.

Die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise bestärkt ihn in diesem Kampf, denn sie zeigt, wie sehr der Kapitalismus in einer Orientierungskrise steckt, wie sehr ein Umdenken und ein Sich-Empören vonnöten sind. Eine christliche Sozialethik kann hier wertvolle Lösungen bieten – welche, darüber spricht Kathrin Fischer mit Franz Segbers im „Doppel-Kopf“.

zum Mithören